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EFZN - Energie- Forschungszentrum Niedersachsen

Link:https://www.efzn.de/
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Energie- Forschungszentrum Niedersachsen

Abb. 1: Die neue Struktur des EFZN ab dem 01.01.2016 als gemeinsames wissenschaftliches Zentrum der Universitäten Braunschweig, Clausthal, Göttingen, Hannover und Oldenburg

Forschungsknoten

Das EFZN ist ein gemeinsames transdisziplinäres wissenschaftliches Zentrum der fünf beteiligten Universitäten. Ihm liegt eine Rahmenvereinbarung der Vertragspartner TU Braunschweig, TU Clausthal, Georg-August-Universität Göttingen, Leibniz Universität Hannover und Carl von Ossietzky Universität Oldenburg zu Grunde. Die Kernaufgabe besteht darin, die Energieforschungskompetenzen der Vertragspartner aus den Bereichen Natur- und Ingenieurwissenschaften sowie Rechts-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften auf besonders bedeutsamen Gebieten der anwendungsorientierten Grundlagenforschung zu bündeln und strategisch abzustimmen. Hierdurch soll das Zentrum eine wichtige Brückenfunktion zwischen Forschung und Praxis wahrnehmen.

Durch diese Kompetenzbündelung soll die Bearbeitung neuartiger, hoch komplexer und drittmittelträchtiger Fragestellungen aus dem Energiebereich ermöglicht werden, die durch einzelne, disziplinär orientierte Einrichtungen und temporäre Forschungsverbunde nicht adäquat im erforderlichen Ausmaß geleistet werden kann. Durch eine enge Verzahnung der Forschungsaktivitäten der Vertragspartner im EFZN soll zudem der verstärkte Aufbau technologischen Wissens mit der dazugehörigen Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses sowie die stetige Weiterentwicklung einer entsprechenden energiepolitischen, energierechtlichen, energiewirtschaftlichen und energiewissenschaftlichen Expertise ermöglicht werden.

 

LiFE 2050: Energieforschungsknoten der Leibniz Universität Hannover

Organisation

26 Professoren als Mitglieder und damit mit mehr als 300 Doktoranden und Wissenschaftlern der Leibniz Universität Hannover (LUH) sind im interdisziplinären „Leibniz Forschungszentrum Energie 2050“ (LiFE 2050) zusammengeschlossen, wobei das Institut für Solarenergieforschung (ISFH) als An-Institut der LUH eingebunden ist. Ein sechsköpfiger Vorstand mit einem gewählten Sprecher koordiniert die Aufgaben. LiFE 2050 betreibt eine Geschäftsstelle, die die Prozesse zur Akquise von Verbundprojekten, zur interdisziplinären Vernetzung und zur Durchführung von Projekten durch Dienste und Werkzeuge unterstützt. Außerdem obliegt ihr die Außendarstellung des Forschungszentrums.

Forschungsthemen

Abb. 2: Forschungslinien und Querschnittsthemen des LiFE 2050

LiFE 2050 verfolgt das Ziel, Forschungsbeiträge für ein nachhaltiges, finanzierbares und zuverlässiges Energiesystem zu leisten. Dieses Energiesystem muss ferner umweltfreundlich sein und insbesondere die Emissionen von Treibhausgasen reduzieren. Dabei steht der Transformationsprozess von einem System mit großen konventionellen Energieerzeugungsanlagen hin zu einem System mit vielen kleinen dezentralen Erzeugungsanlagen auf Basis von erneuerbaren Energien im Fokus. Die Basis im LiFE 2050 bilden dazu leistungsfähige Forschungslinien im ingenieur- und naturwissenschaftlichen Bereich (siehe Abbildung 2). Sie werden ergänzt durch die Querschnittsthemen Wirtschaft, Recht und Umweltplanung.

Die Forschung in der Windenergie adressiert die gesamte Windenergieanlage und reicht von der Gründung, den Wellenlasten (Offshore), den Tragstrukturen und ihren Baustoffen über die Aeroelastik, Rotorblätter, Getriebe, Lager und Generatoren bis zur leistungselektronischen Energiewandlung und Netzeinbindung sowie deren Wirtschaftlichkeit und Finanzierung, wobei die Forschergruppe den Kreis von FORWIND Hannover enthält. Das Testzentrum für Tragstrukturen, das Generator-Umrichter-Labor, der Große Wellenkanal und andere Großgeräte stellen dafür eine herausragende Infrastruktur zur Verfügung. Schwerpunkte der Solarenergieforschung sind die kristalliner Siliziumphotovoltaik, Niedertemperatur-Solarthermie und die Entwicklung von dezentralen solaren Energieversorgungssystemen für Strom und Wärme. Dabei kommt der Wechselwirkungen von solaren mit nicht solaren Komponenten wie Speichern und Wärmepumpen besondere Bedeutung zu. Diese Themen werden vom ISFH gemeinsam mit Instituten der Elektrotechnik, des Maschinenbaus und der Physik erforscht. Die Experiementieranlagen des ISFH sowie des LNQE (Labor für Nano- und Quanten-Engineering) liefern für dieses Forschungsfeld umfangreiche experimentelle Möglichkeiten.

Forschung zu thermischen Kraftwerken mit den Hauptzielen der Flexibilisierung und Effizienzsteigerung wird gemeinsam von den Instituten für Thermodynamik, technische Verbrennung, Turbomaschinen, Kraftwerksysteme, Werkstoffkunde, Dynamik und Schwingungen, elektrische Maschinen und Wirtschaftsinformatik durchgeführt. Ein neuer Forschungsbau „Dynamik der Energiewandlung“ und zugehörige Großgeräte konnten erfolgreich eingeworben werden und werden voraussichtlich 2019 in Betrieb gehen.

Das elektrische Versorgungsnetz wird von fünf Fachgebieten der elektrischen Energietechnik untersucht, ergänzt um Wirtschaftswissenschaften und Umweltplanung. Vorrangiges Forschungsziel ist es, die Stabilität des Stromnetzes auch bei stetig wachsendem Anteil von erneuerbaren Energien und Dezentralisierung zu beherrschen. Dazu tragen die Lehrstühle für elektrische Netze, Leistungselektronik, Elektrische Energiespeicher und so weiter bei. In der Elektromobilität konzentrieren sich die Forschungsarbeiten vor allem auf den Antriebsstrang (elektrisch und hybrid) inklusive Getriebe, auf die Netzeinbindung und auf Car-Sharing und urbane Logistik. Diese Forschungsaktivitäten sind zum großen Teil im NFF integriert.

Nahezu alle Mitglieder des LiFE 2050 arbeiten bereits in Verbundprojekten zu den genannten Themen zusammen. Darüber hinaus gibt es verschiedene Projekte mit Verbundpartnern des EFZN-Verbunds, beispielweise das von der LUH koordinierte NEDS-Projekt.

 

Ansprechpartner Leibniz Universität Hannover

Dr.- Ing. Volker Schöber
Leibniz Forschungszentrum Energie 2050 (LiFE 2050)
volker.schoeberenergie.uni-hannover.de

 

Partner

Technische Universität Braunschweig
Georg-August-Universität Göttingen
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Technische Universität Clausthal

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