Das Leibniz Forschungszentrum Energie 2050

Der technische und wirtschaftliche Fortschritt der vergangenen 150 Jahren basiert auf der Nutzung fossiler Energieträger. Diese Energieträger sind nur begrenzt verfügbar, sodass absehbar ist, dass die Ressourcen sich erschöpfen, bzw. deren Nutzung ökonomisch und ökologisch nicht mehr vertretbar ist. Zudem sagen Prognosen einen dramatischen Klimawandel voraus, der durch die Emissionen klimaverändernder Stoffe wie CO2 eingeleitet wird, sofern nicht schnell gegengesteuert wird. Daher ist es für die Gesellschaft von elementarer Bedeutung, die Energieversorgung in Zukunft auf nachhaltige, d.h. langfristig verfügbare und emissionsarme Energieressourcen umzustellen. Es ist das Ziel formuliert, bis 2050 wesentliche Schritte dieses Transformationsprozesses geleistet zu haben.

Die Leibniz Universität Hannover (LUH) verfügt über eine lange Historie im Bereich der Energieforschung, insbesondere in der Kraftwerkstechnik, elektrischen Energietechnik und bei Tragstrukturen für Windenergieanlagen. Diese Kompetenz wurde in den letzten Jahren durch Neuberufungen gezielt verstärkt. Die LUH hat sich zum Ziel gesetzt, die Transformation des Energiesystems auf nachhaltige Energieträger mit ihrer Forschungskompetenz zu unterstützen. Hierzu wurde  Ende 2013 das Leibniz Forschungszentrum Energie 2050 (LiFE) gegründet, um die Forschungsaktivitäten der Mitglieder in Forschungslinien zu bündeln, ein interdisziplinäres Netzwerk aufzubauen sowie Kompetenzpartner für Gesellschaft und Industrie zu sein. Es wird als ein Leibniz Forschungszentrum vom Präsidium der Universität unterstützt. Nähere Informationen zu interdisziplinären, hochschulinternen Forschungsverbünden sind hier zu finden.

Die Aufgaben vom LiFE 2050 sind die Erforschung neuer Wege,

  • um Energie effizienter und nachhaltiger für die Nutzung bereit zu stellen, insbesondere Windenergie, Solarenergie, Wasserenergie, Bioenergie und Geothermie,
  • Energie zu transportieren und zu speichern, insbesondere mit biologischen, chemischen, mechanischen und thermischen Verfahren sowie
  • den Verbrauch effizienter zu gestalten, insbesondere die Energiewandlung, die Energienutzung und die Gebäudeeffizienz.
  • Dabei sind gesellschaftspolitische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen zu entwickeln, um den Transformationsprozess verträglich zu gestalten.